Ferienhaus_bewerben_Grundlagen_Ferienhausvermarktung

Wenn Sie sich für diesen Artikel entschieden haben, läuft irgendwas nicht rund oder Sie sind relativ neu im Geschäft der Ferienhausvermarktung. Beides ist in Ordnung. Hier lesen Sie einige der Grundlagen, die jeder Ferienhaus- oder Ferienwohnungsvermieter beachten sollte. Daher ist dies auch ein guter Artikel, um in die Vermarktung einzusteigen.

Was sind die Grundlagen?

Wir reden hier nicht von der Einrichtung. Denn die steht in den meisten Fällen bereits fest. Sollten wir hier anfangen, dann müssten wir uns über Zielgruppenfindung, deren Wünsche und Gründe für die Reise und dann über die Bedürfnisbefriedigung unterhalten, die in Zusammenhang mit der Einrichtung steht. Aber da sind wir jetzt nicht.

Es geht um die Fragen des WAS, WIE und WO. Mit dem WAS ist nicht die Immobilie selbst gemeint, sondern das Produkt aus der Sicht des Kunden. Was für eine Ferienimmobilie ist es? Wen spricht die Immobilie an? Baulich zum Beispiel. Muss man 150 Stufen erklimmen, um das Haus in der Nähe des Gipfels zu erreichen? Nicht ideal für Senioren also. Oder hat es nur ein Schlafzimmer für zwei Personen? Dann wird es mit der Familie als Zielgruppe auch schwierig werden. Das WAS ist darum für die spätere Planung sehr wichtig,

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Dann geht es um das WIE. Wie genau möchte ich mein Produkt an den Markt bringen? Ausschließlich online? Möchte ich Werbung in Kleinanzeigen schalten, oder Adressen kaufen, um Werbung an eine gewisse Zielgruppe per Post zu erreichen? Im WIE steckt dann auch die Frage drin, wie genau ich diese einzelnen Methoden umsetze. Wie schalte ich eigentlich eine Kleinanzeige? In welcher Größe und in welcher Menge? Oder online: wie schalte ich eine Facebookanzeige? Was soll mir das überhaupt bringen? Was bewirkt die Anzeige im Kontext aller Maßnahmen?

Und letztlich geht es und das WO. Bleiben wir bei der Kleinanzeige. Ihr “gelbes Blatt” oder den “Sonntagsanzeiger” Ihrer Ortschaft kennen Sie. Doch wie finde ich das Gegenstück im Gebiet meiner Zielgruppe. Beim WO stellt sich die Frage auch nach dem jeweiligen Kanal. Facebookanzeige bedeutet in dem Zusammenhang natürlich eine Anzeige auf dem Kanal Facebook. Doch WO soll diese denn dann angezeigt werden? Facebook selektiert nach Zielgruppen und Interessen. Das WO ist hier mehr ein “an wen”.

Die 3 “must-have” Werkzeuge und die Werkzeugkiste

Ausgehend von den unzählig vielen Auswahlmöglichkeiten möchten wir jedem Vermieter drei Dinge ans Herz legen, die nicht nur “da sein” sollten, sondern die professionell da sein sollten.

1.) Die eigene Internetseite

Internetseiten können Sie bereits über viele Internetdienstleister im Baukastenprinzip selbst zusammen basteln. Hierbei geht es im ersten Schritt nicht darum, die grafisch beste Seite zu haben. Es geht darum, eine Seite zu haben, die von Ihnen kontrolliert wird. Wenn Sie sich nur auf das Profil bei einem Portal verlassen, sind Sie in einer sehr schlechten Ausgangslage. Das Ziel Ihrer Seite muss es sein, sich nicht nur gut darzustellen, sondern Adressen potentieller Neukunden zu gewinnen. Anfangs reicht es aus, die Seite mit Leben zu füllen. Gute Bilder, interessante Geschichten und natürlich die Möglichkeit, hier provisionsfrei zu buchen. Später müssen “Call-to-Action” Elemente hinzu kommen. Also die Aufforderung z.B. einen Newsletter zu abonnieren.

2.) Eine Facebookseite

Sofern Sie kein leidenschaftlicher Videokünstler sind und sich für einen YouTube anstelle eines Facebookauftritts entscheiden wollen, ist das zweite Mindestwerkzeug eine eigene Facebookseite. Neben der Möglichkeit, hier gezielt nach Ihren Wunschkunden per bezahlter Werbung zu suchen, ist Facebook neben Google die wichtigste Quelle an Traffic für Sie. Viel zu viele Menschen sind auf Facebook aktiv, als das man diesen Kanal ungenutzt lassen darf. Zudem können Sie alles, was Sie hier posten auch auf Ihrer Homepage verwenden. Nur mit dem Unterschied, das man Sie bei Facebook viel leichter finden wird. Sie können Ihre persönlichen Freunde einladen, Ihr Facebookprofil der Wohnung oder des Hauses “zu liken” und erreichen auf einen Schlag kostenfrei viele von deren Freunden.

3.) Eintrag in wichtigen Portalen

Unabhängig davon, für welches Portalmodell Sie sich entscheiden. Ob provisionsbasiert oder zum Festpreis. Tragen Sie Ihre Immobilie bei mindestens 5, besser 10 verschiedenen Portalen ein. Rechnen Sie mit Kosten von 1.500,- Euro fix pro Jahr und von Kosten zwischen 10 und 15% pro vermittelter Buchung. Im Laufe der Zeit finden Sie die drei besten Portale für Ihre Seite und eliminieren den Rest. Gut sind immer Traumferienwohnung.de und die Angebote der HomeAway Gruppe (bestfewo.de und andere).

Visitenkarten, Postkarten, Hausprospekt und andere Werbemittel sind nicht unwichtig, aber nachrangig. Sie brauchen Sie sicherlich auch. Aber solange Sie die drei Sachen oben nicht gemeistert haben, verschwenden Sie keine Zeit mit der Gestaltung einer Drucksache.

Der Werkzeugkasten

Sie brauchen für die oben genannten Dinge eines gemeinsam: gute Fotos. Wenn Sie es sich leisten können, empfehlen wir den Einsatz eines Fotografen. Das muss nicht das lokale Fotostudio für 150,- Euro pro Stunde sein. Es gibt viele talentierte Freelancer. Lassen Sie sich Werke zeigen, vergleichen Sie Preise und nutzen Sie jemanden, bei dem Sie ein gutes Gefühl haben. Sie sind kein Hotel das 200 verschiedene Fotos braucht. Ihnen reichen zwei bis drei Bilder pro Raum, drei von jeder Seite von aussen und drei bis zehn Bilder aus der Umgebung. Achten Sie bei der Auftragsvergabe darauf, die (kommerziellen) Nutzungsrechte an den Bildern (schriftlich) mit zu erwerben. Und zwar zeitlich, räumlich und in der Verwendung des Mediums uneingeschränkt.

Was Sie noch brauchen ist ein Budget. Viele vergessen das immer wieder. Wenn Sie mit einer Wohnung 50,- Euro pro Nacht verdienen wollen oder für ein Haus 100,- Euro pro Nacht an mindestens 220 Tagen im Jahr, reden wir über 11.000,- bis 22.000,- Euro Umsatz. Und das ist noch am unteren Ende der Skala angesetzt. Planen Sie daher pro Jahr mindestens 10% für die Werbung ein. 10%? Ja. Ein gewisser Umsatz wird mit 15% zu Buche schlagen, wenn Sie z.B. für provisionspflichtige Portale verkaufen. Einiges wird weniger teuer sein, wenn Sie für die Werbung einen Fixkostenbetrag bezahlen und Buchungen drüber rein kommen. Wenn dies abziehen, bleibt der Rest für Facebook- & Googlewerbung, sowie für die anderen Dinge übrig, die Sie auf dieser Seite finden werden. Für das erste Jahr wären 25% sogar zu empfehlen.

Kleiner Tipp: Nutzen Sie zudem so viel kostenfreie Werbung wie möglich. Neben kostenfreien Portalen im Internet können Sie in Facebookgruppen für sich werben. Legen Sie Prospekte bei der Kurverwaltung aus und denken Sie auch an Geschäfte und Kurverwaltungen der Nachbarstädte. Sowohl bei sich Zuhause, als auch im Ort der Ferienwohnung.

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