Werbung in Gastgeberverzeichnissen

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Gastgeberverzeichnis Touristinfo Ferienhausvermarktung
Gastgeberverzeichnis Touristinfo Ferienhausvermarktung

Die Kurverwaltungen und Touristikbüros haben es anfangs als einziges Vermarktungsmittel genutzt. Lange bevor es Internetportale und Onlinereisebüros gab. Es war sowas wie der Reisekatalog aus dem Reisebüro. Damals natürlich etwas weniger professionell als heute. Die Kurverwaltungen sind längst nicht mehr selbst damit beschäftigt, sondern bedienen sich professioneller Agenturen mit der Konzeption und Herstellung.

vom fremdenverkehrsregister zum reisemagazin

Selbstverständlich hat der Einsatz von Profis seinen Preis. Bekam man damals für wenig Geld eine Standdardzeile mit vielen kleinen Symbolen und (mit Glück) ein kleines Bild (in Farbe?), so gehen die modernen Kurverwaltungen heute andere Wege. Es werden immer noch Anzeigen mit entsprechenden Vorgaben angeboten, damit dem Reisende ein guten Vergleich bekommt und weil es einfacher ist, hundert oder mehr Anzeigen zu gestalten. Doch die Preise gehen heute leicht in die Hunderte Euro. Da stellt sich die Frage, ist das noch sein Geld wert?

Vergleichen und bewerten

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Der größte Nachteil von Kurverwaltungen und Touristikinformationen ist die Tatsache, das diese nur lokal agieren. Es gibt also für jeden Ort ein eigenes Gastgeberverzeichnis. Mal besser, mal schlechter gemacht. Und wenn man sich ernsthaft mit dieser Thematik auseinander setzt, muss man erkennen, dass es nicht zwangsläufig immer die örtliche Kurverwaltung sein muss. Warum nicht im Nachbarort inserieren wenn dort mehr Gästevolumen auf Sie und Ihr Ferienhaus wartet?

Es lohnt sich, die Preise für die Anzeigen der einzelnen Gastgeberverzeichnisse zu vergleichen. Denn Anzeige ist nunmal nicht gleich Anzeige. Die übliche Vergleichsgrößen sind der mm-Preis und die Auflage. Die Qualität des Mediums und die Art der Verteilung. Was nützt Ihnen eine hohe Auflage, wenn diese bis zum Saisonende im Keller der Kurverwaltung liegt? Gar nichts. Und Sie wollen bestimmt auch nicht in einem Verzeichnis enden, das vor fünf Jahren in großer Auflage und Farbe gedruckt wurde und jährlich um ein Papierkatalog ergänzt wird, indem die Gastgeber (gnädigerweise) ihre aktuellen Preise veröffentlichen dürfen. Möglichst noch in Schwarz/weiß in Briefpapierqualität.

Was darf es heute sein?

Ein modernes Gastgeberverzeichnis wird jährlich aufgelegt. Es ist Hochglanz, professionell gestaltet und wird in einer entsprechenden Auflage gedruckt, die dann auch zum größtenteil zum Zeitpunkt verteilt wird, in welchem die meisten Urlauber sich Gedanken über ihren Urlaub zu machen. Daneben ist ein Gastgeberverzeichnis weniger eine Art “gelbe Seiten für Vermieter”. Vielmehr ist es ein Reisemagazin das thematisch die Urlaubswünsche aufgreift und aufarbeitet.

Fast jede Region hat die gleichen Zielgruppen. Familien mit Kindern, Wellness-Suchende, rüstige Rentner, Doppelverdiener ohne Kinder und viele mehr. Auf diese muss eingegangen werden. Daneben gibt es regionale Highlights. Eine besondere Grotte? Ein Strand? Eine Quelle?

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All das gehört hier rein. Und wenn es die Herausgeber richtig machen, verbinden sie das Offlinemedium mit dem Internet. Links, QR Codes und interaktive Elemente die mit der App verbunden sind, die die Kurverwaltung natürlich schon längst hat entwicken lassen.

Was darf es kosten?

Gehen wir davon aus, das Ihre Kurverwaltung oder Tourismusinfo eine professionelle und gute Agentur gefunden hat. Gehen wir ferner davon aus, das die Verteilung sinnvoll geplant wurde und idealerweise direkt an bestehende Adressen versandt wird.

In dem Falle ist es einfach ein paar Vergleiche anzustellen. Die meisten Verzeichnisse sind im Format DIN A4 und bieten 1/12, 1/6, 1/4 1/2 und ganze Seiten, sowie Verzeichnisanzeigen an. Also Standardzeilen mit Adresse, Icons, meist einem Bild und kurzem Text. Um die Preise vergleichen zu können, braucht es nun nur noch die Auflage. Denn eine Anzeige die von 10.000 Lesern gesehen wird, ist günstiger als wenn diese von 250.000 Lesern gesehen werden kann. Die üblichen Auflagen liegen bei 10.000 bis 40.000 Stück. Nur wenige Tourismusorganisationen drucken mehr.

In der Herstellung kostet eine Druckseite bei 80 Seiten ca. 250,00 Euro plus die Kosten der Gestaltung durch die Agentur und ein Gewinn für die Kurverwaltung muss auch sein. So kann man bei 20.000 Auflage schon mal von einem Verkaufspreis von 1.000,- Euro pro Seite ausgehen. Leider sind die Kosten kaum geringer, wenn man nur 10.000 Stück druckt. Denn ein Großteil verschlingt die Konzeption und grafische Herstellung des Magazins. Wenn dann noch aufwendig per Post verschickt wird und/oder bei Messen verteilt wird, kommen nochmals 500,00 bis 750,00 Euro pro Seite hinzu.

Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 1.500,00 Euro pro ganzer Seite kann nun hoch und runter gerechnet werden. Kostet eine ganze Seite 1.500,00 Euro, so kann man nicht einfach die Hälfte nehmen, wenn man den Preis errechnen möchte. 2 Anzeigen zu gestalten kostet eben mehr Zeit als nur eine. Dennoch macht es Sinn, die Tourismusinfo zu fragen, was es bereit ist nachzulassen, wenn man eine druckfertige Anzeige liefern kann. Dies wird in der Regel nur bei halben oder ganzen Seiten möglich gemacht.

werbung von gestern?

Wie ist es mit dem Werbewert?

Wenn Kataloge nicht funktionieren würden, um sich über eine Region als Reiseziel zu informieren, würden die großen Reisebüros sicherlich gern darauf verzichten. Auch wenn die es schaffen, eine Katalogseite für unter 1.000 Euro zu produzieren und zu verteilen, sind es Millionensummen die dafür ausgegeben werden – jährlich!

Aber das soll noch nicht das einzige Argument sein. Warum sonst machen Kataloge wie diese Sinn? Nun, nicht jeder ist Internetaffin. Es gibt tatsächlich noch Leute, die brauchen etwas in der Hand, zum blättern und durchstöbern. Es fällt dieser Zielgruppe leichter das eine Angebot mit dem anderen zu vergleichen. Ganz einfach durch hin- und herblättern.

Sie haben aber noch einen entscheidenen Vorteil. Nicht jeder Gastgeber ist bei den Kurverwaltungen und Tourismusinfos dabei. Das mag an den teilweise schlechten Kritiken liegen, denen sich diese Organisationen und deren Köpfe ausgesetzt sehen. Nicht wenige Kurverwaltungen sind aus Vermietervereinen erwachsen. Oftmals mit kommunalen (starren) Strukturen und Kirchturmdenken, stand und steht man sich gegenseitig im Weg. Und wenn dann mal ein fähiger Touristiker eine Werbeagentur ins Spiel brachte und die Kosten für Gastgeberverzeichnisse explodierten, sind viele Gastgeber abgesprungen. Dieses Phänomen ist in ganz Deutschland zu sehen. Nutzen Sie diese Lücke für sich.

Online und Offline verbinden

Wie schon im Artikel über das Hausprospekt beschrieben, sollten Sie versuchen im frei gestaltbaren Text der Anzeige einen “sprechenden” Link einzubauen, um den Erfolg dieser Anzeige(n) zu messen. Warum nicht ein Sonderangebot oder weitere Infos mit solch einem Link versehen? Sonderangebote werden bei Kurverwaltungen nur ungern gesehen. Zumal sie selbst als Vernittler auftreten und das Medium “Gastgeberverzeichnis” eher als ihr eigenes Verkaufsinstrument nutzen möchten, als das der Gastgeber selbst Buchungen generiert. Tarnen Sie darum notfalls mit einem sprechenden Link ihre Möglichkeit zum “Tracking” mit einem Hinweis zu weiteren “Infos” (Saisonzeiten, Ausstattung, Kinder-irgendwas für ein Kinderangebot?).

Alternative zur Kurverwaltung?

Ja es gibt sie, die Möglichkeit auf anderen und doch ähnlichen Wegen zu werben. So bieten z.B. die Firma Alpenjoy (alpenjoy-tourismus.de) einmal im Jahr die Möglichkeit sich dort in einem deutschlandweiten Gastgeberverzeichnis eintragen zu lassen, das hauptsächlich auf Messen verteilt wird. Auch, oder gerade weil, dort wenige Ferienhäuser vertreten sind und es einen Gebietsschutz gibt, lohnt es sich da mal nachzufragen, ob noch ein Platz frei ist. Der aktuelle Preis für eine halbe Seite liegt 2018 bei 650,00 Euro und wird in einer Auflage von 40.000 Stück gedruckt.

Wer sich mit seinem Objekt schon immer mal in der “Bunte” und dem “Fokus” sehen wollte, braucht keine hunderttausend Euro auszugeben. Für sage und schreibe 495,00 Euro bekommt man bei der Firma Reiseziele Deutschland eine halbe Seite im redaktionell aufgearbeitetem Umfeld. Zudem wird das E-Paper und der Onlineeintrag für ein ganzes Jahr vorgehalten. Bei einer Auflage von 72.000 Stück kein schlechter Preis, den man sich auch für ein Ferienhaus überlegen sollte.

Zusammengefasst

Einträge im Gastgeberverzeichnis sind und bleiben sinnvoll, wenn Preis und Leistung (Inhalt, Qulaität, Auflage und Verteilung) stimmig sind. Schauen Sie auch links und rechts des Weges. Es muss nicht immer die eigene Kurverwaltung sein, wenn in den Nachbarorten bessere Leistungsträger am Werke sind. Jemand der einen Urlaub an der Nordsee buchen möchte, hat nicht zwangsläufig Wremen im Blick. Da könnten Sie überlegen, eine Anzeige im Gastgeberverzeichnis von Cuxhaven aufzugeben, um an deren Interessentenpool zu kommen. Google macht es möglich. Schauen Sie nach Alternativen jenseits der eigenen Tourismusorganisation. Sie werden erstaunt sein, was es alles gibt.

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