Neujahrsgrüße mal anders

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Gluecksschwein Ferienhausvermarktung
Gluecksschwein Ferienhausvermarktung

Wie viele Weihnachtskarten haben Sie dieses Jahr erhalten? Wie viele davon waren persönlicher Natur? Also mit einer persönlichen Widmung, einer persönlichen Unterschrift oder zumindest mit der (wenn auch maschinellen) persönlichen Anrede?

Haben Sie überhaupt noch „Post“ bekommen? So richtig, aus Papier? Sollten Sie, denn der Trend geht wieder mehr in Richtung „Old School“. Auch wenn es diese Form des Weihnachtsgrußes erst seit dem Ende des ersten Weltkriegs in Deutschland gibt, es kam übrigens wohl aus England, hat sich in den letzten Jahren viel verändert.

So wurden erst die Karten immer aufwendiger, großformatiger und dann wieder kleiner. Von der Faltkarte ging es eine Zeit in Richtung Postkarte. Dann waren in den 1990iger Jahren Geschenke und Präsentkörbe/Boxen ein richtiger Renner. Doch nachdem es in vielen Firmen zu Fragen mit dem Finanzamt kam, ist dieser Trend rückläufig. In großen Firmen verbieten es die „Compliance Officer“ sogar, um den Vorwurf der Bestechung aus dem Weg zu räumen. Na ja, man kann es auch übertreiben.

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Doch was sollten Sie nun machen. Weihnachten ist schließlich schon rum. Was immer geht, ist sich für die erhaltenen Karten bedanken. Doch an wen genau soll man sich als Ferienhausbesitzer wenden, wenn einem ein Portal eine unpersönliche 0-8-15 Karte zugeschickt hat? Ist das überhaupt die Zielgruppe? Nein! Also vergessen Sie diesen Weg.

Beschreiten wir einen besseren Weg. Wir wenden uns an Ihre Kunden, also die Gäste, die schon einmal bei Ihnen waren. Das hat auch wegen des Datenschutzes eine gewisse Wichtigkeit. Denn diese Daten hatten Sie schon einmal im Zuge des Rechtsgeschäfts erhoben. Auch wenn Sie keine Einwilligung des ehemaligen Gastes haben, dürfen Sie ihm Werbung per Post (!) zusenden. Wer mehr dazu erfahren möchte, findet hier einen ausführlichen Artikel darüber:

https://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/themen/wettbewerbsrecht/werbung_datenschutz/

Das hätten wir also geklärt. Doch um den rechtlichen Aspekt soll es in diesem Artikel nicht gehen. Hier geht es um die Frage, ob und was verschickt werden könnte. Wir waren bei der Danksagung. Verbunden mit den üblichen Grüßen für ein „frohes neues Jahr und guter Gesundheit“ (gähn) könnte Ihr Text diesmal vielleicht ein wenig frecher daherkommen.

Zuerst machen wir aber mal eine Rechnung auf:

Gehen wir dabei von einer Ferienimmobilie aus, die im Schnitt wöchentlich vermietet wird und mit mindestens 30 Wochen Auslastung entsprechend 30-40 Adressen pro Jahr generiert. Somit kommen aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr als 100 Adressaten für unsere Neujahrsaktion heraus. Die Idee könnte man bei wesentlich mehr Empfängern wohl auch gar nicht umsetzen. Doch nun zur Idee:

Anstelle einer Karte oder eines persönlichen Briefes, versenden Sie diesmal etwas aus Ihrer Ferienimmobilie. Was es genau ist, ist eigentlich egal. Schauen Sie sich dazu Ihre Ferienwohnung oder Ihr Ferienhaus einmal genauer an. Welchen Stil hat Ihre Immobilie? Strand mit Möwenmotiven? Berge mit rot/weiß karierten Mustern? Familie mit viel bunter Deko? Was erwartet Ihren Gast, wenn er das erste Mal in Ihre Wohnung, in Ihr Ferienhaus kommt? Duftet es nach etwas Besonderem? Der Duft nach Kiefernholz oder frische Meerbrise? Welche Farben dominieren?

Das was Sie jetzt entdeckt haben, ist das was Sie brauchen um die Erinnerung des Gastes mit einem Erlebnis zu verbinden. Er soll sich schließlich nicht nur per Bild und per Namen an Sie erinnern. Er soll das Gefühl erneut bekommen. Das Gefühl von Urlaub. Das Gefühl von „da will ich wieder hin“. Ja. Es ist nicht ganz einfach, sich dazu das Richtige zu überlegen. Darum haben wir hier mal ein Beispiel angeführt, das Sie immer nehmen können, wenn Ihnen gar nichts einfällt.

Sie haben eine Ferienwohnung an der Ostsee? Super. An was denkt der Gast? An lange Sandstrände. An Möwen und vielleicht auch an einen Strandkorb. An Muscheln sowieso. Was davon findet er bei Ihnen in der Ferienwohnung? Nehmen wir mal an, einen Strandkorb. Dann gehen Sie zu einem Einrichtungshaus oder einem Schnäppchenmarkt (wie Sie wollen), kaufen 100 Kissen (müssen nicht dieselben sein) und schon haben Sie ein Grundprodukt. Das Kissen allein macht noch nicht die Erinnerung. Aber wenn Sie es nun in den Strandkorb legen, ein Bild davon machen und das Bild (als Postkarte) zusammen mit dem Kissen an den Kunden verschicken, wird es persönlich und echt.

Und sollte Ihre Immobilie in den Bergen liegen, so machen Sie das Kissenbild eben am Kamin oder auf der Terrasse mit Bergblick? Kein Berg, kein Kamin? Backen Sie Kekse in der Küche der Ferienwohnung (mit Bild) und versenden Sie die Kekse. Wichtig ist der Bezug zur Immobilie, das Beweisfoto und der Gedanke das der Gast etwas aus Ihrer Wohnung jetzt bei sich hat. Und es sollte bitte kein Kalender und auch kein Kugelschreiber sein. Auch dann nicht, wenn sie ihn auf dem Wohnzimmertisch fotografiert haben. Machen Sie sich bessere Gedanken. Es lohnt sich.

Lohnt es sich wirklich? Was kostet der Spaß?

An Porto müssen Sie aktuell 3,79 Euro ausgeben. Das Grundprodukt sollten Sie mit rund 5 Euro kalkulieren und für den Ausdruck eines Bildes und sonstigem Füllmaterial kommen Sie auf ca. 10 Euro pro Versendung. 1.000,00 Euro kommen da schon mal raus, wenn Sie 100 ehemaligen Gästen so einen Gruß zusenden. Nicht wenig Geld. Diese Werbung wird aber auffallen, in Erinnerung bleiben und für mehr als ein Jahr Umsatz generieren. Denn wer ein Kissen aus seinem letzten Urlaub zugeschickt bekommt, der wirft es nicht einfach weg. Vielleicht buchen die Gäste nicht gleich für das kommende Jahr, aber wenn sie nochmals in ihre Region fahren, haben Sie die Nase weit vorn.

Kleine Anmerkung:

Dies soll keine Imagewerbung sein. Wer für das kommende Jahr schon gebucht hat, bekommt diese 10,- Euro Variante natürlich nicht. Wen Sie identifizieren können als Gast der nicht 100%ig zufrieden war, bekommt es auch nicht. Wir wollen an die ran, die da waren, die zufrieden waren und die noch nicht erneut gebucht haben. DANN rechnet sich solch eine Aktion.

Und die anderen?

Denen schicken Sie eine Grußkarte mit persönlich adressiertem Umschlag, mit einer persönlichen Notiz, mit aufgeklebter Sondermarke und danken für ihre Treue.

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