Impressumspflicht – Abmahnung vermeiden

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Impressum für Ferienhäuser Ferienhausvermarktung
Impressum für Ferienhäuser Ferienhausvermarktung

Sie haben diese Seite gefunden, weil Sie Ihre Ferienimmobilie erfolgreicher vermarkten möchten? Super. Doch neben den vielen Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen, kommen auch einige Pflichten auf Sie zu. Nicht nur für Ihre Internetseite, auch andere Werbemittel verlangen ein Impressum. Wir gehen hier nicht auf die einzelnen Gesetzestexte und deren Quellen im Detail ein, sondern schreiben übersichtlich was es braucht, um gegen eine Abmahnung gewappnet zu sein.

Impressum nicht nur auf der homepage – neu für sie?

Immer dann, wenn Sie z.B. eine Anzeige in der Zeitung zusammen mit einem Angebot veröffentlichen, müssen Sie gewisse Pflichtangaben machen. Hier greift §5a Abs.3 UWG mit dem Vorwurf, das Sie Daten weglassen, die angegeben werden müssen. Machen Sie das nicht, ist dies im Wettbewerbsrecht eine Irreführung. In diesem Fall also Irreführung durch Unterlassung wesentlicher Daten zur Anbieteridentität. Festgestellt wurde dies uim Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichtes (6 U 28/12) zur Frage, ob ein Impressum auch in solchen Anzeigen nötig ist.

Was muss also in die Zeitungsanzeige?

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Da wir mal davon ausgehen, das Sie Ihre Ferienimmobilie für sich selbst und nicht für Dritte bewerben, müssen die Infos in die Anzeige, die die Identität des Anbieters offen legen. Also Ihr Name, Ihre Anschrift (nicht die der Ferienwohnung, wenn es nicht die gleiche Anschrift ist) und ggf. die Gesellschaftsform, wenn Sie Ihr Ferienhaus als z.B. GbR oder GmbH vermarkten. Zusätzlich sollten Sie eine Rufnummer angeben. Nicht nur weil es für die Vermarktung sinnvoll ist.

Dies gilt übrigens auch für alle anderen gedruckten Werbemittel, in denen Sie Angebote bewerben. Und Ihr Ferienhaus anzumieten stellt bereits solch ein Angebot dar. Überprüfen Sie daher Ihr aktuellen Hausprospekt. Ist Ihre Wohnadresse mit drin? Wie bereits geschrieben, reicht die Anschrift der Ferienwohnung alleine nicht aus.

Was muss auf die Internetseite?

Für das Internet greifen zusätzliche Pflichten. Hier spielen gleich mehrere Gesetze ineinander. Wir wollen uns nicht mit Details aufhalten (das sollen die Anwälte machen). Wichtig ist, das alles drin ist. So sollten Sie neben Ihrem Namen, Ihrer Anschrift und ggf. Gesellschaftsform und Telefonummer zusätzlich Ihre Umsatzsteuer Identifikationsnummer angeben (sofern vorhanden). Für Ferienhausbesitzer dürfte die Vorschrift entfallen, eine Aufsichtsbehörde anzugeben, da die Tätigkeit der Vermietung nicht genehmigungspflichtig ist. Wer möchte kann aber gern die Anschrift des Finanzamtes, der Stadt-/Gemeindeverwaltung und der IHK angeben. Nötig ist es nicht. Wichtiger ist da die Angabe einer funktionierenden Email. Wollen Sie dies nicht angeben, geht auch ein Kontaktformular. Nur muss dann gewährleistet sein, das es innerhalb einer Stunde eine Antwort gibt.

Wo und wie ist es anzugeben?

Wenn Sie ein Prospekt drucken lassen, achten Sie darauf die Pflichtangaben nicht zu klein oder gar hochkant an die Seite zu drucken. Nutzen Sie Ihren guten Menschenverstand und platzieren Sie die Angaben in einer normal großen Schrift, so das man sie auch findet.

Das Impressum im Internet (das dort eigentlich Anbieterkennzeichnung heißt), muss mit zwei Klicks gefunden werden. Also z.B. ein Klick auf “Über uns” oder “Kontakt” und dann nochmal ein Klick zur eigenen Impressumsseite. Eleganter und einfacher ist es, den Link im so genannten Header oder Footer unterzubringen. Also in der obersten Menüleiste oder im Fußbereich der Internetseite, die von jeder Seite gesehen werden kann. So haben Sie nie das Problem, das man das Impressum nicht finden kann.

Wann brauche ich kein Impressum?

Als Ferienhausvermarkter brauchen Sie “eigentlich” immer eines. Eigentlich bedeutet, das Sie nur dann auf ein Impressum verzichten können, wenn Sie z.B. nur ihre Domain ohne weitere Infos bewerben. Also z.B. in der Zeitung nur www.meinmusterferienhaus.de angeben. Ohne einen Zusatz wie: Last-Minute, Sommerangebot oder den Hinweis: Ferienhaus am Berg. Es darf wirklich nur die reine Domain sein. Dann kann noch nicht von einem Angebot ausgegangen werden.

 


Abschließender Hinweis: Dies soll und kann keine Rechtsberatung darstellen, ersetzt nicht die Konsultation eines Anwalts und dient lediglich dazu, sich einen ersten Überblick über die Thematik zu machen.

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