Email-Marketing für Gastgeber

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Emailmarketing Ferienhausvermarktung
Emailmarketing Ferienhausvermarktung

Email-Marketing ist und bleibt eines der wichtigsten Instrumente, um zielgerichtet seine Stammgäste und potenzielle neue Gäste zu erreichen. Auch wenn die Datenschutzgrundverordnung DSGV neue Maßstäbe in der Aufstellung von Hürden bei der Vermarktung von Diensten aller Art aufgestellt hat, so galt bislang auch schon vorher, das man die Einwilligung des Empfängers brauchte. Alles andere galt und gilt weiterhin als SPAM. Neben einer ineffektiven Werbung und somit Geldverschwendung, zieht man sich den Zorn der Empfänger auf sich und verstößt gegen das Gesetz. Vom Imageschaden ganz zu schweigen.

Wenn man sich aber dem Ziel verschrieben hat und Emailmarketing korrekt anwenden möchte, muss man sich zwangsläufig mit der Frage befassen, welchen Anbieter man wohl nehmen sollte. Denn neben einigen Mindestvoraussetzungen, darf es ruhig einiges an Service und Zusatznutzen sein, um sich die Arbeit zu erleichtern. Vorlagen zu haben und nicht nur Text versenden zu müssen ist eines dieser Zusatzservices. Doch wo anfangen und wo aufhören. Weil es so viele verschiedene Anbieter auf diesem Gebiet gibt, haben wir uns an einen Vergleich gemacht.

Dabei war es uns wichtig, das es zumindest für eine gewisse Zeitspanne oder für ein Mindestmaß an Empfänger eine kostenfreie Option gibt. Ferienhausbesitzer haben nicht soviele Empfänger wie ein Hotel und brauchen auch nicht tiefgehende Funktionen wie A/B Tests (Vergleich welche Version besser funktioniert), wenn diese kostenpflichtig sind. Gratis soll es uns gleich sein.

GRATIS EMAIL SERVICE

Grundfunktionen:

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Welche Funktionen sollten die Programme mitbringen? Was darf in keinem Falle fehlen? Hier eine Liste der Mindestanforderungen (auch aus rechtlicher Sicht wichtig):

  • Double-Opt-in Verfahren
    Hierbei muss der Empfangswillige (der Gast) seine Anmeldung in einer separat (und automatisch) verschickten Email bestätigen.
  • Out-out in jeder Email
    Diese Funktion sollte in jeder Email (im Footer) verfügbar sein, um dem Empfänger nicht nur zu zeigen “Du kommst aus dieser Nummer wieder raus”, sondern auch, um es werblich zu nutzen. “Abmeldung jederzeit möglich” ist ein guter Grund sich einzutragen.
  • Impressum
    Auch dies ist nicht von der Hand zu weisen. Es ist rechtlich umstritten, ob ein “sprechender Link” der zum Impressum führt ausreichend ist. Ergänzend ist gut, aber ausreichend? Daher macht es Sinn, zumindest die Pflichtangaben des Absenders automatisch in der Email enthalten zu haben und nicht jedesmal erneut eingeben zu müssen.
  • Kontaktliste
    Damit Sie die Emails nicht jedesmal importieren müssen, sollte es möglich sein, die Daten der Empfänger beim Emaildienst in einer Kontaktliste abzuspeichern.
  • Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSVGO
    Ja, Sie brauchen tatsächlich einen Vertrag mit dem gewählten Anbieter, da Sie die Daten Ihrer Gäste einer Fremdfirma überlassen. Denn diese werden bei denen auf deren Servern gespeichert. Ein US-Anbieter dem das egal ist, mag günstiger sein, aber wenn er das nicht anbietet: Finger weg!
  • Vorlagen
    Um nicht alles selbst von Hand programmieren zu müssen, sollten ein paar gängige Vorlagen vorhanden sein, die man auf seine Bedürfnisse hin verändern kann.

Diese Grundfunktionen haben alle hier vorgeschlagenen Anbieter gemeinsam. Darüber hinaus finden Sie eine kurze Liste der Anbieter, die soweit noch nicht sind, oder keine kostenfreie Version, wie oben genannt, anbieten. Das muss (beim zweiten) Fall nicht bedeuten, dass diese Anbieter schlecht sind, aber für Kleinanwender wie Besitzer einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses braucht es eben keine teuren Zusatzfunktionen.

Hier eine Liste der möglichen Anbieter:

Die Reihenfolge der Anbieter stellt keine Wertung dar!

Clever Reach

Dieses 2007 in Deutschland gegründete Unternehmen betreut mittlerweile Kunden in mehr als 150 Ländern und gewährleistet eine Versendung von über 200 Millionen Emails pro Monat für mehr als 200.000 Kunden. Kein Wunder also, das die DSVGO in allen Punkten hier kein Thema ist.

Aber auch in den anderen Grundfunktionen ist alles da. Mehr noch. In der Gratisversion haben Sie folgende Dienste inkludiert:

  • Bis zu 250 Empfänger
  • Bis zu 1.000 Emails pro Monat
  • 5 MB Speicher für Bilder
  • Integration mit anderen Systemen (Schnittstellen)
  • Email Marketing Automation

Daneben gibt es eine Reihe von nützlichen Dingen, die für einfache Anwendungen durchaus nützlich sind. So hat man:

  • einen Editor zur eigenen Gestaltung
  • Möglichkeit eigene Vorlagen zu erstellen
  • Programm zur Bearbeitung der eigenen Bilder
  • Video Tutorials und ausführlicher Hilfebereich

Für weiter gehende Anwendungsmöglichkeiten mögen diese Zusatzsachen auch von Bedeutung und somit Erwähnungswürdig sein:

  • Nutzung der eigenen URL
  • Google Analytics Integration
  • Quelltext-Editor zur Erstellung von Emailvorlagen in HTML
    (für die Profis unter Ihnen)

Nur zur Info: das kostenpflichtige Programm startet bei 15,00 Euro pro Monat (zzgl. Mwst.). Ein durchaus fairer Preis, da danach die Empfängerzahl nicht weiter begrenzt ist und viele weitere Tools zur Verfügung stehen.

Newsletter2Go

Auch der zweite Anbieter, der es in die Vergleichsliste geschafft hat, kommt aus Deutschland. Seit 2011 ist Newsletter2Go am Start und hat sich rasant entwickelt. Schon mehr als 180.000 Kunden werden von über 50 Mitarbeitern betreut. Keine schlechte Bilanz. Doch was wird geboten?

  • Unbegrenzt viele Adressen in einem Adressbuch
  • 1.000 Emails pro Monat frei
  • 50 MB Daten können gespeichert werden
  • Integration mit anderen Systemen (Schnittstellen)
  • 40 kostenfrei nutzbare Vorlagen

Die Email-Automation, also die geplante Versendung von Emails je nach Aktion des Kunden, steht erst ab der Bezahlversion zur Verfügung. Daher ist dieser Anbieter, im Vergleich zum ersten, etwas schlechter dran. Dafür gibt es unbegrenzt viele Kontakte bei gleicher Anzahl der Emails, die gratis versandt werden dürfen. Da auch sonst gratis nichts weiter von Bedeutung angeboten wird, bleibt Newsletter2Go gegenüber Clever Reach an zweiter Position.

UNSERE EMPFEHELUNG: CLEVER REACH

Folgende Anbieter haben es nicht in den Vergleich geschafft:

Klick-Tipp.com

Dieser in England ansässige und von zwei deutschen gegründete Anbieter hat keine kostenfreie Version im Angebot. Allerdings eine 30 Tage Geld-zurück Garantie. Mit 27,- bis 149,- Euro pro Monat ist es auch eher ein “teurer” Anbieter.

Rapidmail.de

Ebenfalls aus Deutschland, genauer gesagt aus Freiburg, kommend ist dieser Anbieter. Mit 80.000 Kunden auch kein kleiner Anbieter, wird hier leider auch nur der erste Versand als Test angeboten. Danach kann man pro Versand an bis zu 500 Empfänger statt einer monatlichen Zahlung auch eine jeweilige Einmalzahlung von 16,00 Euro nutzen.

Get Response

Auch hier kein kostenfreies Programm. Die ersten 1.000 Empfänger kosten in der abgespeckten Version 12,00 Euro pro Monat. Will man mehr. kostet das erste (fast) vollständige Paket 39,00 Euro netto pro Monat. Die Automation in der Bezahlversion war stimmig und leicht umzusetzen. Doch fast 40,- Euro pro Monat, muss man bei dem Angebot von Clever Reach nicht bezahlen.

Infusionsoft

Einer der großen Anbieter, die für Ferienimmobilienvermieter eher überdimensioniert sein dürfte, ist Infusionsoft. Die günstigste Variante startet bei 49,00 US Dollar pro Monat plus Steuer. Infusionsoft ist einer der führenden Anbieter auf dem Markt.

Mailchimp.com

In Atlanta (USA) sitzt dieser 2001 gegründete Anbieter. Leider gibt es keine deutschsprachige Version. DSGVO ist nicht 100%ig umgesetzt. Es fehlt insbesondere der Vertrag zur Datenverarbeitung. Es gibt zwar eine gute Gratislösung, doch für uns in Deutschland bleibt es (leider) uninteressant.

Constant Contact

Weder eine kostenfreie Version, noch DSGVO. Trotz vieler wirklich toller Vorlagen leider kein Anbieter für gewerbliche Kunden aus Deutschland.

HubSpot.de

Es gibt mit MarketingHub eine Gratisversion, aber ob die DSGVO umgesetzt werden konnte, war nirgends auf der Seite erkennbar. Die Buchstabenkombination DSVGO brachte im Suchfeld nur Googleeinträge. Daher landete dieser Anbieter im unteren Teil dieses Berichtes.

iContact

Alles nur auf Englisch, kein Gratisangebot (ausser 30 Tage testen) und eine DSGVO Umsetzung die sehr allgemein gefasst ist. Leider auch hier ein Nein.

Und abschließend noch ein Ausblick auf das wohl bekannteste “All-inclusive” Kundenverwaltungsprogramm: Sales Force. Dieser durchaus als Spitzenanbieter zu benennende Dienst bietet im Rahmen seiner Anwendungen auch das an, was zu einem guten Emailmarketingprogramm gehört. Aber leider nicht kostenfrei. Da es kein reiner Emaildienst ist, bekommt Salesforce auch keine eigene Überschrift. Da es Ihnen aber bestimmt unter dem Keyword “Email Marketing” mit bei Google über den Weg läuft, wollten wir es wegen der Vollständigkeit nicht unerwähnt lassen.

Fazit: Nur zwei von zehn Anbietern erfüllen für deutsche Gewerbetreibende die Mindestanforderungen nach einer Gratislösung die zudem Rechtssicher ist. Haben Sie gelesen, welche das sind?

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