10 Jahre Airbnb – was für eine Erfolgsgeschichte

0
618
airbnb-ferienhausvermarktung
airbnb-ferienhausvermarktung

10 Jahre? Es kommt einem vor, als wäre Airbnb erst gestern an den Start gegangen. Und irgendwie gibt es auch nicht das Gefühl, das die mal klein angefangen haben. Die waren auf einmal da – und waren groß. Wie kam das und warum ist Airbnb so interessant für die Ferienhausvermarktung? Wir gehen der Sache auf den Grund.

Wie alles begann

Es gab mal zwei ehemalige arbeitslose Studenten: Brian Chesky und Joe Gebbia. Die hatten sich während des August 2008 überlegt, eine Luftmatratze als Schlafplatz anzubieten, weil in San Francisco zum dem Zeitpunkt nirgends mehr ein Hotelzimmer zu finden und somit Bedarf da war. Es war nähmlich mal wieder eine Messe in der Stadt. Und weil sich nur eine Matratze nicht gut genug anhörte, packten Sie noch ein kleines Frühstück ins Angebot. Das Luftmatratzen B&B war geboren – Air B&B oder “airbnb”.

Ein neues zeitalter wurde eingeläutet

Man kann diese Idee zu Recht als eine der größten Innovationen im Tourismus nennen, denn 10 Jahre nach dem Start sind mehr als 5 Mio Unterkünfte in mehr als 190 Ländern über dieses Portal buchbar. Alles was man bis dahin über die klassische Vermietung von Hotelzimmern und Ferienwohnungen wusste, war zum Teil veraltet. Eine neue Idee für eine neue Zeit. Alle mussten umdenken – viele müssen es heute noch.

30 Milliarden US Dollar?

- Werbung -

Ja, so viel soll das Start-up heute Wert sein. Kein Wunder, denn mit der Menge an Unterkünften ist Airbnb größer als jede Hotelkette. Nur das Airbnb eben keine Hotelkette ist. Der Wert kommt zustande, weil die Idee dahinter so einfach und genial ist. Auch wenn vielerorts kein Frühstück mehr angeboten und aus der Luftmatrazte reguläre Betten wurden, so ist die Idee Gold wert. Mal eben schnell eine günstige Unterkunft in der eigenen Wohnung anbieten, sich ein paar Euros dazu zu verdienen und immer neue spannende Gäste im Haus zu haben, ist eben sexy.

Die Idee kam zur richtigen Zeit. In den USA war die Immobilienkrise gerade in vollen Zügen. Viele Hausbesitzer nutzten die Chance für ein Zweiteinkommen mit teilweise leeren Immobilien oder um die gestiegenen Zinsen durch Zusatzeinnahmen bewältigen zu können. Ferner findet man diese Art der Unterkünfte eher in den Städten als auf dem Lande, was gerade der Ursprungsidee (Messe, Städtetouristen) nahe kam. Dann noch die coole Mentalität des Teilens (Sharing Economy). Die junge Generation hat z.B. kein Auto mehr, man teilt sich eines, bzw. man leiht sich gegen eine Gebühr eines.

Warum also ein Strandhaus in Malibu besitzen, wenn ich in 190 Ländern ein Bett bei Freunden nutzen kann? Zu einem Bruchteil der Kosten. Und nicht wie früher üblich für eine Woche. Hier kann  der Hipster auch nur eine Nacht vorbei kommen. Das gibt es in der Ferienhausvermarktung in Deutschlands Top Regionen bis heute nur selten. Ein wichtiger Grund für den Erfolg ist also neben der Coolness, dem günstigen Preis und der schieren Größe auch die Flexibilität.

Alles hat auch Schattenseiten

So sexy die Idee auch war, bei (zukünftigen) Freunden in coolen Wohnungen in den Metropolen und Hotspots dieser Welt zusammen neue Erlebnisse zu teilen, so unsexy ist Airbnb heute. Viele große Vermieter sind eben nicht mehr vor Ort, ein Frühstück gibt es nicht. Aus Downtown London wurde (auch) Hintertupfingens FeWo die sich sonst nicht gut vermarkten lässt. Und wenn es dann doch Hamburg, Berlin oder Frankfurt ist, steht der Verdacht im Raum, das diese Art der Vermietung den Wohnraum knapper und teuerer macht.

Das junge Konzept von Airbnb stößt zudem auf alte Gesetze und Regelungen, die in Deutschland nicht mal so geändert werden können, wie es das Konzept aus Kalifornien gern hätte. So darf man dann wohl doch nicht jede Wohnung einfach untervermieten. Hotelbetreiber meckern zu Recht, wenn es um die unfaire Behandlung der Marktteilnehmer zu Lasten der gewerblichen Vermieter geht. Mindestlöhne, bürokratischer Aufwand, Hygiene- und Sicherheitsstandards sind nur einige der Hürden und Probleme, vor denen gewerbliche Vermieter stehen. Welche Airbnb Wohnung hat schon feuerfeste Materialien bei Teppich oder Fenstervorhängen? Gibt es HACCP Formulare in der Küche des coolen neuen Freundes? Wohl kaum. Kurtaxe? Was ist das denn? Meldescheine? Nö. Den Ärger kann man also nachvollziehen. Und deswegen bleibt es spannend. Nicht zuletzt nachdem sich auch das Finanzamt nun nach und nach die privaten Vermieter dieser Wohnungen ansieht und fragt, ob das alles auch so richtig versteuert wurde. Für viele wird es da bestimmt ein böses Erwachen geben.

Airbnb wird bleiben

Obwohl es schon viele Verbote gegen die Nutzung von privaten Wohnungen überall auf der Welt gibt, die Arbnb das Leben schwer machen, so wird sich der Trend nicht zu stoppen lassen. Da kann auch die Verwaltung von Mallorca sich auf die Hinterbeine stellen oder der Berliner Senat nach Gegenmaßnahmen schauen. Die Idee ist und bleibt genial. Die Frage die sich stellt ist vielmehr was der nächste Schritt ist. Denn auch mit Verboten, wird sich dort, wo es verboten ist, ein grauer Markt halten. Mit oder ohne Airbnb. Denn letztlich ist dies nur ein Werkzeug und das heißt dann mit nächstem Anbieter eben anders. Das Bett bleibt, die Idee bleibt.

Airbnb als Firma und vor allen Dingen als Marke ist heute so wertvoll, also bekannt, das hier die Reise nicht zu Ende sein wird. Von eigenen Musterwohnungen mit Standards die ausgegeben werden bis hin zur eigenen Unterkunft die Airbnb an den 100 besten Standorten dann selbst betreibt ist alles denkbar. Das Geld ist da. Die Daten sind da. Und der Name ist da. Darum wird es Airbnb auch weiterhin geben. Die Frage die bleibt ist: sind Sie auch dabei?

Ob es sich lohnt dabei zu sein, lesen Sie in einem der nächsten Artikel. Bleiben Sie uns treu.

- Werbung -

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here